

Die Kreisvolkshochschule ist daran schuld. dass sich Elke Grosche und Wolfgang Mendow zusammen fanden. Die Bautzenerin Elke Grosche ist bei der Bildungseinrichtung Fachbereichsleiterin für Kultur und der Wahl-Bautzener Wolfgang Mendow absolvierte dort einen Stadtführer-Lehrgang. Aus der Begegnung der beiden entstand mittlerweile ein Büchlein, das seit kurzem auf dem Markt ist. In Anlehnung an Heinrich Heines "Deutschland - ein Wintermärchen" schrieb Wolfgang Mendow ein Loblied aufdie Stadt Bautzen.
Der Dolmetscher und Übersetzer ist nämlich ein Pendler zwischen seinen zwei Wohnsitzen in der Nähe von Berlin und Bautzen. Auf einer dieser Fahrten hörte er das Heine-Gedicht, gesprochen von dem Schauspieler Eberhard Esche. Dabei kam ihm die Idee, das Ganze auf Bautzen umzumünzen. Unverzüglich machte er sich ans Werk. Zum Abschluss der Stadtführerausbildung im Sommer vergangenen Jahres lud er seine Mitstreiter.auf die Terrasse seiner Wohnung an der Mühltorgasse ein und trug ihnen als erste Adressaten das Werk vor. Sie waren begeistert.
Dank der Unterstützung durch seiner Mutter war Wolfgang Mendow in der Lage, eine Auflage von 2000 Stück vorzufinanzieren. Das Lausitzer Druck- und Verlagshaus übernahm die Herstellung des im Selbstverlag herausgebrachten Büchleins. Wolfgang Mendow nutzt es bei seinen Stadtführungen, indem er Auszüge daraus vorträgt. Da er bis zu seinem Eintritt ins Rentenalter im Jahr 2004 als Dolmetscher tätig war, kann er seine Führungen übrigens auch auf Englisch und Französisch halten.
Mit Elke Grosche fand Wolfgang Mendow eine Illustratorin und gleichzeitig jemanden, der seine Liebe zur Spreestadt teilte. .Ich sah ihre Zeichnungen in der Volkshochschule hängen und fand, dass sie wunderbar zum Wintermärchen passen", sagt der Autor. Manche der Bilder sind schon an die zehn Jahre alt. Damals war die frühere Grundschullehrerin noch gar nicht bei der Volkshochschule beschäftigt. "Ich besuchte 1999 den Kurs Perspektivisches Freihandzeichnen bei ]örg Freund", erzählt sie. "Seitdem habe ich mich mithilfe weiterer Lehrgänge intensiv mit verschiedenen künstlerischen Techniken beschäftigt." Einige der Zeichnungen hat sie extra für das "Wintermärchen" angefertigt.
Das Lobgedicht auf Bautzen bezaubert nicht nur durch seine schöne Sprache. Es liefert anhand von Fußnoten auch viele Erläuterungen zur Stadtgeschichte. Somit hat es für Bautzener und Touristen auch einen praktischen Nutzwert. Durch sein zierliches Heftformat passt es zudem in jeden Urlaubskoffer. Es ist nicht nur in der Kreisvolkshochschule. sondern auch in der ThaliaBuchhandlung, in der City-Galerie Brilke, im Italienischen Laden auf der Reichenstraße und im Kerzengeschäft auf der Inneren Lauenstraße zu haben.
Quelle: Sachsische Zeitung 23.01.2009 / Von Carmen Schumann This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it
